Glaubenserfahrung

Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen!
(Psalm 145,18)

Dieses Wort war in meinem Leben schon mehrmals eine praktische Glaubenserfahrung. Wusste ich doch schon lange, dass Jesus der ideale Lebensbegleiter ist. Doch wie erlebt man im Alltag seine Nähe und wie lange muss man denn im Alltag auf eine Antwort oder Reaktion des Herrn warten?

Ich durfte eines Tages erleben, wie nahe Jesus bei mir ist. Und an jenem Tag reagierte Jesus noch, obwohl eigentlich keine Zeit mehr zum Reagieren blieb.

Es geschah an einem regnerischen Dienstagmorgen: Ich war auf der Heimfahrt von meiner Arbeitsstelle in Stuttgart nach Dettingen/Erms. Ich fuhr nicht zu schnell, dennoch geschah es für mich völlig überraschend. Vielleicht war ich nur einen Moment unkonzentriert - oder Aquaplaning? – und schon kollidierte mein Auto mit einem entgegenkommenden Pkw, der danach glücklicherweise auf der Fahrbahn anhalten konnte, und dessen Insassen mit dem Schrecken davonkamen. Mein Auto überschlug sich jedoch mehrmals, streifte mehrere Bäume und landete auf dem Dach in einer Wiese.

UnfallautoNie werde ich diese Schrecksekunden in meinem Auto (ohne Kopfstützen und Sicherheitsgurt) vergessen. Der explosionsartige Knall des Zusammenstoßes, der Krach des verbiegenden Bleches, das Splittern der Fensterscheibenund das dumpfe Poltern der Überschläge. Die Zeit ließ nur noch ein kurzes Gebet zu: "Jesus hilf mir jetzt".

Unglaublich: Um mich herum tobte die Zerstörung und ich erlebte die absolute Ruhe und Geborgenheit. Jesus war bei mir und hielt seine schützende Hand über mich. Wenn ich frage, wie er denn so schnell eingreifen konnte, dann gibt es nur eine Antwort: Weil er nahe war!

Unverletzt konnte ich aus einem Fenster herausklettern und meinem Herrn danken für seine Bewahrung. Und zu seiner Ehre durfte ich vielen Menschen dieses Zeugnis weitergeben, auch wenn einige, im Angesichte dieses Autowracks, ungläubig meinten: "In diesem Auto hat niemand überlebt!".

- Uwe Fode -